AC-Gelenk

Vor allem Stürze direkt auf die Schulter führen zur Luxation dieses Gelenks, was immer mit einer bleibenden Instabilität verbunden ist. Die stabilisierenden coracoclaviculären Bänder und die Gelenkkapsel bleiben zerrissen und damit insuffizient. Die Instabilität wird nach Rockwood in 6 Typen eingeteilt (früher war die ungenaue Tossi Einteilung gebräuchlich). Die Typen 1-2 (nicht alle Bänder sind zerrissen und es besteht eine Reststabilität) brauchen keine Operation. Typ 3 (alle Bänder sind zerrissen, aber die Clavicula liegt noch unter der Aponeurose) wird nur nach individuellen Kriterien operiert, Typ 4-6 (Durchbruch durch die Aponeurose und Luxationen nach unten oder hinten) werden stets operativ versorgt.

Bei der Operation wird das AC-Gelenk reponiert und mit einem überbrückenden Draht vorübergehend fixiert. Mit zwei sehr reissfesten Fäden werden die beiden coracoclaviculären Bänder transossär (Fixation über einen Endobutton) verstärkt.

Bei veralteten Luxationen (älter als drei Monate) erfolgt eine modifizierte Operation nach Weaver Dunn.

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